von Lyonel, Max und Vincent aus der 9a
Vom 10. bis zum 25. März war die Hauptfassade des Hauptgebäudes unserer Schule für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen eine große Graffitiwand. Viele durften ihre besten Ideen und Motive auf den Wänden des Hauptgebäudes präsentieren. Begleitet und unterstützt von Frau Wohlecker, Frau Scheffer-Löchte und einem Künstler aus Aachen namens Sebastian Schmidt, verlief das Projekt über die gesamte Zeit super.
Dieses Projekt wurde nur aus einem Grund genehmigt: Das Hauptgebäude steht kurz davor abgerissen zu werden. Bevor dies geschehen wird, ist es irrelevant, ob das Gebäude angemalt wird oder nicht, da es sowieso abgerissen wird. Das haben wir Frau Wohlecker zu verdanken, da sie sich stark dafür einsetzte, dieses Projekt zu realisieren. Sebastian Schmidt war die ganzen Projekttage bei uns zu Besuch. Er teilte mit den Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse seine Erfahrungen als Künstler, um das Projekt ebenfalls bestmöglich zu unterstützen. Dies war nicht das erste Projekt, bei welchem Sebastian Schmidt dabei war und begleitet hatte.
Zur Organisation gab es vorher ein Informationstreffen für alle 10. Klassen. Alle Interessierten blieben und skizzierten ihre Vorstellungen der Hauptfassade auf ein Blatt Papier. Anschließend wurden alle Ergebnisse verglichen und die besten Ideen ausgewählt. Das Thema lautete: „Von Innen nach Außen“. „Dieses Leitthema war eine Aufforderung an die Schülerinnen und Schüler, sich Gedanken zu machen, wie sie sich fühlen – ob gut oder schlecht […] um diese Gefühle auf das Schulgebäude zu sprühen. An unserer Schule war das für die Teilnehmenden die einzige Gelegenheit, ihre Gefühle über das Schulleben auf der Hauptfassade auszudrücken“, sagte Frau Wohlecker. Viele der Ideen waren erstaunlicherweise recht kritisch, andere hingegen waren positiv und haben einige Wahrheiten des Schullebens ans Licht gebracht.


Nach den gesamten Planungen begann am Dienstag, den 18. März, die Umsetzung des Projekts. Alle freuten sich. Die Teilnehmenden wurden vorher eingewiesen, wie man mit Spraydosen umgeht.
Der Ablauf eines Tages sieht wie folgt aus: Da es nur einen Kran und zwei Leitern gab, konnten nicht alle Teilnehmenden gleichzeitig malen. Das heißt, dass die Schülerinnen und Schüler den Unterricht nur verließen, wenn sie dran waren. Das Wetter war in der Woche gut. Auf dem Boden war es kalt und dunkel, und oben mit dem Kran war es sonnig, hell, windig und warm. Mit vielen Sprühdosen und schicken Anzügen wurde unser Schulleben mit philosophischen Ideen besprüht.


















Fast jedes Graffitikunstwerk hat eine Bedeutung. Der Vogelkäfig solle die Schule repräsentieren. Die Vögel seien die Schüler. Die dunklen Vögel befinden sich in der Schule, die bunten Vögel sind außerhalb der Schule. Und wenn die Vögel aus dem Käfig rausfliegen, färben sie sich; sie entfalten sich und ihre Fähigkeiten. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler frei seien, nachdem sie die Schule verlassen. Dieser Gedanke wird auch mit dem großen Schriftzug „Set your mind free“ verdeutlicht. Darüber hinaus gibt es neben der großen Rose eine zweite, kleine Rose, die wegen des Vogelkäfigs nicht blüten kann. Dies verdeutlicht wieder dieselbe Aussage, dass die Schülerinnen und Schüler sich während der Schulzeit nicht immer entfalten können.
Am Freitag hatten wir sogar Besuch vom WDR und am Montag von der Aachener Zeitung (den Artikel dazu findet ihr unter diesem Link hinter einer Paywall).
Es nahmen insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler an diesem Projekt teil: Leonie, Nike, Tobias, Armin, Alexandre, Jamie, Chili, Emma B, Ermin, Sophie P, Malin, Luisa, Inga, Emma K, Sophie W, Aldin, Carla, Gia-Tam, Kathi, Emma S, Alana, Lena, Aaron, Justus, Lukas, Esad, Simon und Cem.
Die Drohnenpiloten Lyonel, Max und Vincent (9a) waren während des Projekts mit drei Drohnen unterwegs, um das Projekt zu dokumentieren. Unsere Hausmeister waren ebenfalls sehr engagiert. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die untere Fläche der Hauptfassade (Erdgeschoss) bis zur letzten Minute des Projekts. Unten wurde alles vollgesprayed. Die Schülerzeitung, GymWue Times, durfte ihr Maskottchen auf das Hauptgebäude sprayen. Ihr findet Parola rechts unten an der Fassade.

Happy End!
Die Teilnehmenden hatten eine große Anzahl von Spraydosen, einen kleinen Kran und zwei Leitern zur Verfügung. Dies haben wir dem Land NRW, dem Programm „Kultur und Schule“ der Städteregion Aachen und unserem Förderverein zu verdanken. Ohne ihre Unterstützung durch die Finanzierung des Krans und der Sprühdosen wäre dieses Projekt nicht so einfach realisiert worden.


